3.) Wolf hat schlechte Laune – Dominante Hunde

Du hast möglicherweise schon ein Problem falls Du auf dieser Webseite gelandet bist weil sich Dein Hund schon mehr oder weniger wie Dein Rudelführer benimmt (unabhängig davon, ob er wirklich in die “Dominante” Kategorie gehört oder nicht).

Es ist um einiges schwieriger Deine Position als Rudelführer in Deiner Familie zurückzuerlangen als diese von vorn herein aufrecht zu erhalten. Manche Hunde sind nun einmal geborene Anführer und sie folgen instinktiv ihrem Drang ihren Stellenwert innerhalb des Rudels (= Deiner Familie) zu verbessern. Falls Du einen Hund hast der bereits denkt er sei der Rudelführer und falls dieser Hund in der Lage ist Dich körperlich zu überwältigen, dann empfehle ich Dir dringend professionelle Hilfe aufzusuchen. Umso länger Dein Hund denkt das er Chef im Haus ist, umso schwieriger (und gefährlicher) wird es dies wieder umzukehren.

Ich lebe nun schon seit fast 14 Jahren in Kalifornien und kann daher keinen Trainer in Deutschland selbst empfehlen. Ich würde entweder beim Deutschen Tierschutzverband nachfragen oder einen Lind-Art Trainer aufsuchen da ich ein großer Freund von Prof. Ekard Lind’s Methoden und Lehren bin.

Zu beachten beim Trainieren oder Spielen mit dominanten Hunden:

Einer der häufigsten Fehler den Hundefreunde heutzutage machen, ist die nicht-artgerechte Behandlung ihres vierbeinigen Freundes. Hunde werden von ihren Besitzern mehr und mehr vermenschlicht. Der Hund darf aufs Bett oder auf die Couch wann auch immer er will, er hört nicht auf Herrchen oder Frauchen und diese ignorieren es dann einfach wenn der Hund sie anknurrt.

In so einer Situation ist es kein Wunder das ein starker Hund denkt er hat es bis an die Spitze seines Rudels geschafft. In der Natur darf nämlich nur der Rudelführer tun und lassen was er will. Das hat mit Muskelkraft oder körperlicher Größe nichts zu tun – es geht hier lediglich um Willensstärke. Mein erster Hund Wolf war ein klassischer Fall von einem Hund mit eiserner Willensstärke. Ich kann mich noch heute lebhaft an zahllose Gelegenheiten erinnern wo mir Wolf meine Führerposition streitig machen wollte. In diesen Situationen gibt es nur eine Antwort und das ist, nicht nachzugeben*.

Diese Unnachgiebigkeit hat nichts mit Kraft, Gewalt oder Strafe zu tun. Damit das ganze auch funktioniert müssen wir erst einmal verstehen wie unsere Hunde ihre Umwelt verstehen. Für Dich ist es vielleicht keine große Sache ob Dein Hund auf der Couch liegt, oder ob er diese nach zahllosen Aufforderungen trotzdem nicht verlässt… nur, für Deinen Hund ist das eine große Sache! Ungehorsamkeit gegenüber des Rudelführers wird in einem Wolfsrudel von diesem sofort und unmissverständlich bestraft. Diese artgerechte Bestrafung kann je nach schwere des “Vergehens” von einem bedrohlichen Anstarren des Übeltäters bis zum körperlichen Angriff reichen. Bei der Ausbildung von Hunden ist daher selbst unser Blick ein mächtiges Werkzeug, und ein ärgerliches Anstarren unseres “rebellischen” Hundes mit einer “Du hast mich gehört!” Einstellung wirkt gerade bei jüngeren Hunden oft schon Wunder.

Egal welche Methode, das Resultat muss das gleiche sein und das ist das nachgeben des Hundes. Konsequenz und eine feste Hand sind die wesentlichen Elemente für den Umgang mit einem dominanten Hund.

*Vorsicht: Falls Du auf dieser Webseite angekommen bist weil sich Dein Hund bereits als Rudelführer etabliert hat solltest Du auf jeden Fall professionelle Hilfe aufsuchen. Das ist ganz besonders wichtig falls Dein Hund in der Lage ist Dir körperlichen Schaden zuzufügen!

(Hinweis: Dieser Abschnitt gehört zu einem Artikel über die Grundlagen der positiven Hundeausbildung.
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