9.) Eine Wurst für Waldi – Belohnung

Das grundlegende Konzept der positiven Hundeausbildung ist die Belohnung des Hundes für freiwillige Verhaltensänderung.

Wir belohnen dabei unseren Hund sobald er das gewünschte Verhalten zeigt, aber das ist manchmal einfacher gesagt als getan. In der Zeit in der wir die Salami aus der Tasche ziehen hat unserer Hund wahrscheinlich schon vergessen wofür er belohnt wird. Dies kann man vermeiden, wenn das richtige Verhalten in dem Augenblick “markiert” wird, wenn es unser Hund anbietet. Die “Markierung” wird dadurch zum Signal für den Hund das sein Verhalten richtig war und das er jetzt lediglich auf die Belohnung warten braucht. Hört sich das nicht nach einem bekannten Konzept an? Richtig, das ist ein Ergebnis der Klassischen Konditionierung.

Ein richtiges Verhalten kann von uns auf verschiedene Arten “markiert” werden. Wir können unseren Hund auf ein einfaches Signalwort wie z.B. “Ja” oder “Super” konditionieren, oder dafür ein mechanisches Gerät verwenden, den sogenannten Klicker.

Ich habe zwar selbst noch nie mit einem Klicker gearbeitet, aber ich halte sehr viel davon. Viele der führenden Hundetrainer in den USA schwören drauf. Der Klicker ist eigentlich nichts anderes, als der gute, alte “Knackfrosch” aus unserer Kindheit. Er ist einfach zu bedienen und macht immer den gleichen Ton (es sei denn, Du hast ihn vor dem Hundespaziergang auf dem Küchentisch liegen gelassen…).

Egal ob Du nun “klickst” oder “Ja” sagst, wenn Du das Verhalten Deines Hundes richtig markierst, ist Deine Markierung bald für Deinen Hund was Pawlows Glocke für seine Hunde war: Gleich kommt die Belohnung…!

Einige Ausbilder benutzen auch eine Markierung für Misserfolg. Ich gehöre auch dazu, und meine Misserfolg-Markierung ist das Anheben meiner Arme verbunden mit einem verbalen “Nein Nein”. Dies hilft mir Andy aus einer fehlgeschlagenen Übung auszulösen und auf einen neuen Versuch vorzu-bereiten. Dies hat allerdings auch potentielle Nachteile, da die Misserfolg-Markierung Frustration bei einem Hund auslösen kann. Andere Trainer verzichten daher völlig auf diese Markierung unter dem Grundsatz, dass das ausbleiben einer Erfolgs-Markierung bereits genug Information für den Hund ist, das dieser etwas falsch gemacht hat.

Okay, viele Wege führen nach Rom.

(Hinweis: Dieser Abschnitt gehört zu einem Artikel über die Grundlagen der positiven Hundeausbildung.
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