Hunde sind um einiges schlauer, als die meisten von uns denken. Darüber hinaus sind sie unwahrscheinlich anpassungsfähig, deshalb werden Hunde schon seit tausenden von Jahren von uns Menschen für die verschiedensten Zwecke trainiert.

Ich war früher ein sehr engagierter Hundeausbilder, erst im Schutzhundsport und später dann ganz besonders in der Ausbildung von Rettungshunden für das Deutsche Rote Kreuz. Meine berufliche Laufbahn machte meinen hundesportlichen Ambitionen dann aber einen Strich durch die Rechnung, und was folgte war eine fast 15 jährige “Hundeabstinenz”.

Ein neuer Anfang

Als ich mich vor einigen Jahren entschloss wieder in den Hundesport zurückzukehren, wollte ich zuerst einmal herausfinden, was sich dort seit meinem Ausscheiden geändert hatte. Schließlich sind 15 Jahre eine lange Zeit, und es war mir wichtig, mein Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Selbst als erfahrener Trainer lernt man immer wieder dazu, und ich wollte mit meinem neuen Welpen keinen Ausbildungsfehler riskieren, den ich später bereuen könnte.

Nach wochenlangen Nachforschungen wurde mir bewusst, dass es keinen neuen Standard in der Hundeausbildung gibt. Ich entdeckte aber etwas anderes: zweierlei Weltanschauungen! Trainer lassen sich dabei in zwei Gruppen unterteilen. Die erste Gruppe trainiert ihre Hunde immer noch auf die “traditionelle” Leinenruck und -Zerrmethode, (die auch mir vor mehr als 25 Jahren einmal beigebracht wurde). Die zweite Gruppe hält die Methoden der ersten Gruppe für barbarisch und hirnlos. Die Methoden der zweiten Gruppe basieren auf Motivation: Lehre dem Hund spielerisch wie er Aufgaben selbst lösen kann, anstatt ihm zu zeigen was passiert wenn er scheitert.

Es ist schon fragwürdig wenn man einem “erfahrenen” Hundeausbilder zusieht, wie er mit einem Stachelhalsband dem Hund eine einfache Übung “beibringt”, obwohl es dafür auch andere Wege gibt. Je intensiver ich mich also mit den gewaltfreien Methoden der zweiten Gruppe beschäftigte, desto überzeugender waren deren Ergebnisse! Vergleiche doch einmal die Erziehung unsere Kinder mit der unserer Großeltern. Früher gab es Prügel wenn der Schüler die Hausaufgaben vergessen hatte. Heute verdient sich ein Kind das “Privileg” des Fernsehens oder Videospielens wenn es die Hausaufgaben gemacht hat. Welche Methode ist effektiver und humaner?

Andys Trainingsprogramm basiert im Wesentlichen auf positiv verstärkter instrumenteller Konditionierung, und unsere Resultate sind einfach hervorragend! Darum geht es uns auch auf dieser Webseite. Es ist dabei völlig egal ob Du einen Schutzhund trainierst, einen Rettungshund oder einfach nur dem Familienhund etwas beibringen möchtest. Diese Ausbildungsmethode schafft Hunde, die mehr Spaß und Motivation bei der Arbeit haben und dies auch langfristig zeigen.

Was mich angeht, bin ich nun Hundeexperte? Sicherlich nicht! Aber ich frage mich ob es diese sogenannten (oder selbsternannten) Experten auch wirklich gibt. Kein Hund ist wie der andere, und Trainingsmethoden ändern sich. Es ist daher sehr wichtig, bei der Ausbildung eines Hundes, oder der Auswahl eines professionellen Hundetrainers, aufgeschlossen zu bleiben, und stets Methoden in Frage zu stellen, die einem suspekt vorkommen. Schließlich geht es hier um Dich und Deine Beziehung zu Deinem Hund!

Viel Spaß beim Lesen

Steve

 

 

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